Cottbus
Uni Cottbus
Gesellschaft für Informatik e.V.
45. Jahrestagung, Gesellschaft für Informatik e.V. (GI), Cottbus
INFORMATIK 2015 > Tutorien

Tutorien

Auf der INFORMATIK 2015 werden Tutorien zu unterschiedlichen Themenbereichen angeboten. Nachfolgend finden Sie die Liste der Tutorien. (Die Liste wird mit weiteren Tutorien und Terminen aktualisiert.)

Info Remanufacturing in the Information Age
Stefan Scheyer, SKF GmbH
Mo 28.09. nachmittags, Verfügungsgebäude 1C Seminarraum 3

The goal of this tutorial is to provide a compact yet comprehensive introduction to service design in the wind energy business. The tutorial aims at giving the participants the theoretical and practical background in design principles considering the specific domains the services are designed for. During the life demonstration it is shown how different services can be integrated transparently in a Mashup Application. The target audience of the tutorial is master and PhD students as well as employees from companies who are interested in gaining an insight in service design.

Zur Person
The tutorial will be conducted by Stefan Schleyer. He holds a degree both in Mechanical Engineering and Computer Science and worked as consultant and trainer for companies like EDS, Oracle, A.T. Kearney and Airbus Industries.
Currently Stefan Schleyer is Senior Engineer for SKF´s worldwide cloud development. He won the Software AG´s Innovation Award 2014 in the category of Cloud Services (see also https://www.youtube.com/watch?v=fB2C1qrFJFE).

Info Angewandte Statistik zur Analyse von Nutzerverhalten in der Energiewirtschaft
Detlef E. Schröder, Oracle
Mo 28.09., Zentrales Hörsaalgebäude Seminarraum 1

Im Zuge der Individualisierung von Tarifen und Prognosen in der Energiewirtschaft ist es von enormer Bedeutung die Prognosequalität zu verbessern. Dazu werden die verschiedenen statistischen Verfahren direkt an den Daten in der Datenbank verwendet und ein möglichst breites Spektrum an Informationen herangezogen.
Welche Möglichkeiten in der Oracle Datenbank zur statistischen Analyse und Prognose von Verbrauchsinformationen vorhanden sind und wie diese angewendet werden können, soll in dem Tutorial gezeigt werden. Dabei geht es um die Möglichkeiten der deskriptiven Statistik, die Prognoseverfahren, Big Data als Zusatznutzen und R als ergänzendes Analysemittel.

Zur Person
Detlef E. Schröder ist seit 20 Jahren bei Oracle im Data Warehouse Umfeld tätig und leitet die deutschsprachige Oracle Data Warehouse Community.
Als leitender Systemberater sind seine Schwerpunkte Big Data und Advanced Analytics in verschiednen Branchen, u.a. der Energiewirtschaft.

Info EnArgus - Zentrales Informationssystem Energieforschungsförderung
Leif Oppermann, Fraunhofer FIT
Di 29.09., Verfügungsgebäude 1C Seminarraum 3

EnArgus ist ein zentrales Informationssystem über Energieforschungsvorhaben in Deutschland in den vergangenen 45 Jahren. Mit seiner Freischaltung in 2015 bietet EnArgus Wissenschaftlern, Projektträgern und Politikern, sowie der interessierten Öffentlichkeit einen einheitlichen und zentralen Zugang zu Informationen über die Energieforschung in der Bundesrepublik. Mittels einer aus eigens geschriebenen Fachartikeln erzeugten Fachontologie bietet EnArgus eine komfortable, ontologiebasierte Facettensuche in großen Datenbanken von Fördervorhaben. In diesem zweiteiligen Tutorial bieten wir Ihnen im ersten Block einen moderierten Überblick über die Funktionen und Möglichkeiten von EnArgus. Im zweiten Block gibt es dann Gelegenheit zum selbständigen Ausprobieren mit von uns gestellten Beispiel-Aufgaben und natürlich auch zum freien Explorieren.
Bitte bringen Sie für den zweiten Block Ihr eigenes Laptop mit Internetzugang mit. Abschließend möchten wir eine kurze Nutzerbefragung mittels Fragebogen durchführen.
Zielgruppe: Allgemeinheit, Endanwender, Energieforscher, Industrie, Fachpresse

Das System ist ein Resultat des gleichnamigen, interdisziplinären Forschungsprojekts von Energieforschern, Informatikern und Linguisten. Am Anfang des EnArgus-Projekts stand der Gedanke, staatliche Förderpolitik in der Energieforschung transparenter zu gestalten und die Bewertung von Technologieentwicklungen zu erleichtern – beides erklärte Ziele des 6. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des Energieforschungsprogramms gefördert.

Zur Person
Dr. Leif Oppermann ist promovierter Medieninformatiker und leitet am Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT das Projekt EnArgus2.0. Seine weiteren Forschungsschwerpunkte sind web-basierte Kollaboration, augmentierte Video-Panoramen und innovative, kontext-basierte Apps für Smartphones, Smart Glasses und Wearables.

Info Grundlagen sicherheitsgerichteter Software-Entwicklung
Katja Stecklina, Philotech - Systementwicklung und Software GmbH
Mo 28.09., Verfügungsgebäude 1C Seminarraum 1

Dieses Tutorial bietet einen branchenübergreifenden Einblick in die Anforderungen an die Entwicklung funktional sicherer Eingebetteter Software. Um die Entwicklung eines sicheren Produktes erfolgreich abzuschließen sind neben technischen Aspekten und Anforderungen an die Software immer auch die Vorgehensweise und die Dokumentation sehr wichtig.
Dazu gehören die systematische Dokumentation von Anforderungen, eine systematische Implementierung und umfangreiche qualitätssichernde Aktivitäten wie das Testen und die Durchführung von Reviews.
Neben den klassischen Software-Entwicklungsmethoden spielen seit längerer Zeit Vorgehensweisen wie Objektorientiertes Entwickeln, Agile Software-Entwicklung und modellbasierte Entwicklung auch in der sicherheitsgerichteten Software-Entwicklung eine Rolle.
Das Tutorial bietet einen Überblick darüber wie man solche Technologien und Vorgehensweisen einbinden kann.

Zur Person
Katja Stecklina, Philotech GmbH, leitet das Kompetenzzentrum für Funktionale Sicherheit in Cottbus. Sie führt seit Jahren in der Philotech Academy als Referentin die Kurse “Certified Tester Foundation Level”, “DO-178B/C and ED 12B/C compliant Software Development“ und “Safety Assessment for equipment and systems in the commercial aerospace industry” durch.
Katja Stecklina ist seit Jahren als Projektleiterin und Prozessberaterin für Projekte im Bereich Zulassung und Software-Verifikation von sicherheitsrelevanten Systemen tätig, vorrangig für Embedded avionic systems.

Info Digitale Medien - leichter, schneller, einfacher
Sarah Henkelmann, SMART Certified Trainer
Di 29.09. vormittags und nachmittags (je 45 Minuten),
Verfügungsgebäude 1C Seminarraum 1

Digitale Medien bedeuten heute keine „Plackerei“ mehr. Dennoch sind Medienbrüche vielerorts weiterhin an der hochschulischen Tagesordnung. Welche Strategien gibt es, sich daraus zu befreien? Welche Hochschulen bekennen sich zum „digital turn“ und welche Schlüsse können wir daraus ziehen?

Es wird ein Einblick in die aktuelle wissenschaftliche Diskussion gegeben und aus anschaulichen narrativen Interviews, in denen das wissenschaftliche Personal zu Wort kommt und seinen Alltag mit interaktiven Medien beschreibt, zitiert. Hieraus und aus den eigenen Erfahrungsberichten der Hochschulanwender lassen sich Rückschlüsse ziehen, wie interaktive Medien in Forschung und Lehre aktuell eingesetzt werden. Die Hochschulen, die flächendeckend interaktiven Medien einsetzen, verfolgen einen „digital turn“ und nutzen ihre Medienausstattung auch als Instrument zur Gewinnung von Studienanfängern und wissenschaftlichem Personal. Wie erfolgreich eine Implementierung sein kann und welche institutionellen Hürden zu überwinden sind, wird veranschaulicht.

Zur Person
Dr. Sarah Henkelmann , zertifizierte SMART Education Expert und zertifizierte SMART Trainerin, hat Unterrichts- und Lehrerfahrung als Leiterin eines internationalen Masterstudiengangs sammeln können. Sie arbeitet als Consultant für ein kanadisches IT-Unternehmen und ist Unternehmensgründerin.

Info Prototyping-Interaktion – Intuitive Bedienung verstehen lernen
Dipl.-Des. Ariane Jäger
Mo 28.09., Verfügungsgebäude 1C Seminarraum 2

Wie entwickelt man eine gute, nutzerfreundliche Interaktion? Was macht ein Produkt (Hard- oder Software) aus, das für die Nutzer scheinbar einfach intuitiv bedienbar ist? Und wie kann man die Nutzer anleiten, unbewusst das für die Interaktion Richtige zu tun? Für diese Fragestellungen stellen wir gelungene Konzepte vor und wollen gemeinsam untersuchen, was diese auszeichnet. Hierbei sollen grundlegende Prinzipien (Feedback, Mapping, Visibility) vorgestellt und vermittelt werden, die eine nachvollziehbare Interaktion ausmachen.

In dem Kurs werden Interaktionsmuster nach Jane Fulton Suri (Human Factors/ IDEO) und Gestaltungsprinzipien nach Donald A. Norman (UX/ Nielsen Norman Group) vorgestellt und exemplarisch vermittelt. Nach einer kurzen Einleitung werden – zusammen mit den Teilnehmenden – Konzepte erarbeitet, welche die vorgestellten Prinzipien berücksichtigen und die anschließend in einen ersten Entwurf impliziert werden sollen.

Zur Person
Ariane Jäger ist Diplom-Designerin und studierte Prozess- und Produktdesign an der Universität der Künste Berlin, wo sie 2008 ihren Abschluss erwarb. Seitdem arbeitet sie im Bereich Forschung & Lehre an der UdK und befasst sich mit der Konzeption und Gestaltung von Interaktiven Systemen. Zunächst arbeitete sie für das Forschungsprojekt SELBST – Selbstbestimmt Leben Alter mit Mikrosystemtechnik unter der Leitung von Prof. Achim Heine im Bereich Ambient Assisted Living (AAL). Seit 2011 lehrt sie an der Seite von Prof. Burkhard Schmitz am Institut für zeitbasierte Medien und arbeitet als Designerin für UseTree – mit Schwerpunkt Interaction und Interface Design.

Info Einsatz von Prototypen für eine hohe Usability und gute User Experience
Dipl.-Psych. Dipl.-Betriebswirt (BA) Ron Reckin
Mo 28.09., Zentrales Hörsaalgebäude Seminarraum 2

Was bedeutet User-Centered-Design (UCD)? Welchen Nutzen und welche Bedeutung haben Prototypen für das UCD? Welche unterschiedlichen Arten von Prototypen gibt es? Wann kann ich Prototypen bei mir im Unternehmen einsetzen und welche Unterstützung brauche ich hierfür?

Wir stellen verschiedene Formen von Prototypen und entsprechende Beispiele vor und wollen anschließend gemeinsam mit den Teilnehmenden frühe Entwürfe für Software-Anwendungen erarbeiten. In einem nächsten Schritt sollen diese Prototypen unter Anleitung getestet und im Plenum diskutiert werden. Zum Schluss wollen wir individuelle Lösungswege zum Einsatz von Prototypen im eigenen Unternehmen besprechen.

Zur Person
Ron Reckin absolvierte zunächst ein Studium der Betriebswirtschaft und war in der Wirtschaft tätig, bevor er ein Studium der Psychologie aufnahm, welches er 2012 an der Humboldt- Universität zu Berlin abschloss. Seit 2013 ist Ron Reckin an der TU Berlin als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachgebiet Kognitionspsychologie und kognitive Ergonomie tätig. Das Thema Usability Engineering und dessen praktische Anwendung in KMU bilden hier die Schwerpunkte seiner Arbeit.

Info Lessons Learned with IPv6 Self Organization
Dr.-Ing. Karsten Walther
Do. 01.10. vormittags, Hauptgebäude Raum 2.44

Im Zuge der aktuellen Entwicklungen rund um das Thema Industrie 4.0 gewinnen Aspekte wie selbstorganisierende Netze und konfigurationslose Erreichbarkeit im Netz zunehmend an Bedeutung.
Vor diesem Hintergrund sollen in diesem Tutorial eine besondere Klasse von Adressen des IPv6-Protokolls, die Link-Local-Adressen, vorgestellt und bezüglich ihrer Anwendbarkeit in diesen Bereichen beleuchtet werden.
Beginnen werden wir mit einer Einführung zum IPv6-Protokoll mit einem Fokus auf die Rolle der Link-Local-Adressen.
Im Anschluß werden wir Use-Cases im Rahmen von Industrie 4.0, die sich unter anderem aus Erfahrungen bei der eigenen Produktentwicklung ergeben haben, vorstellen.
Um einen Einblick in den aktuellen Stand der Technik zu erhalten, werden wir nachfolgend eine ausgewählte Menge an Applikationen und deren Umgang mit IPv6-Link-Local-Adressen demonstrieren.
Den Übergang zur abschließenden Diskussion bildet ein Blick in die maßgeblichen RFCs der IETF und die aus unserer Sicht wünschenswerten Anpassungen.

Zur Person
Karsten Walther ist Informations- und Medientechniker und leitet das Berliner Entwicklungsteam der HARTING IT Software Development. Im Fokus steht die Produktentwicklung von eingebetteten Systeme für die Industrie 4.0. Seine Aufgabe ist die Koordination der interdisziplinaren Entwicklungsarbeit, welche Mechanik, Elektronik, System- und Anwendungssoftware umfasst. Zudem beschäftigt er sich stark mit IoT Kommunikation im industriellen Umfeld.